Intelligente Gebäudetechnik zur Steuerung im BHKW wird im Feldversuch erforscht

15. Mai 2014, 11:53
Quartier im Süden Tübingens

Private Haushalte tragen durch ihren Bedarf an Heizung, Warmwasser und Strom zu einem Drittel des deutschen Gesamtenergieverbrauchs bei. © Ben Baumann

Unter Federführung des Borderstep Instituts entwickelt das Forschungsvorhaben ProShape@Connected-Living Steuerungstechnik und Geschäftsmodelle für den Betrieb von dezentralen Blockheizkraftwerken (BHKW). Im Fokus steht dabei die Energieversorgung von städtischen Quartieren. Für private Haushalte sollen die Energieeffizienzpotenziale bei Heizung und Strom ermittelt werden. Gefördert wird das auf drei Jahre angelegte Projekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi).

Private Haushalte tragen durch ihren Bedarf an Heizung, Warmwasser und Strom zu einem Drittel des deutschen Gesamtenergieverbrauchs bei. Hier hakt das Forschungsprojekt ein und hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienzpotenziale in Wohngebäuden zu erschließen. „Das Gelingen der Energiewende entscheidet sich im Mehrfamilienhaus“, sagt Projektleiter Severin Beucker.

Der Ansatz verspricht eine effiziente und flexible Energieversorgung für städtische Quartiere. In einem breit angelegten Feldversuch in Zusammenarbeit mit einem Berliner Wohnungsunternehmen wird im Rahmen des Vorhabens intelligente Gebäudetechnik für die Steuerung von Blockheizkraftwerken genutzt. Dadurch kann der Energieverbrauch der Bewohner zuverlässig prognostiziert werden. Wärme und Strom im Gebäude lassen sich dadurch sowohl kosten- als auch energieoptimiert produzieren.

Für die Wohnungswirtschaft wie auch die Energiewirtschaft bieten die untersuchten Steuerungsansätze große Potenziale, um einen Beitrag zur Energiewende zu leisten. Mehrere solcher intelligenten, dezentralen Blockheizkraftwerke können im Verbund gesteuert werden und so kurzfristig Strom in das Netz einspeisen. Gleichzeitig können Gebäude als Speicher für Wärme genutzt werden.

Energieeffiziente Smart Home Anwendungen, wie sie die nächsten drei Jahre getestet werden sollen, bieten in den Augen des Projektleiters Vorteile für alle Beteiligten. Entscheidend sei es, das zu erkennen. „Wir brauchen dafür Geschäftsmodelle, die einen Nutzen für alle Beteiligten, also Mieter genauso wie die Wohnungs- und die Energiewirtschaft erzeugen. Hierfür belastbare Ergebnissen und Zahlen zu generieren ist das Ziel unseres Projekts,“ so Beucker.

Quelle: Borderstep Institut

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