Geräte-Interoperabilität im Smart Home ist Thema der IFA

17. September 2014, 09:48
Besucher der IFA

EEBus Initiative präsentiert auf der IFA Geräte-Interoperabilität im Smart Home. © IFA

Wie in einer vernetzten Welt der Datenaustausch zwischen elektronischen Geräten konkret umgesetzt wird, war ein großes Thema der Internationalen Funkausstellung IFA 2014. Dazu präsentierten das Prüf- und Zertifizierungsinstitut des VDE und die EEBus Initiative in Berlin gemeinsam ein Testverfahren. Mit diesem wird sichergestellt, dass die Konnektivität auch in der alltäglichen Praxis branchen- und technologieübergreifend störungsfrei funktioniert. Basis des Vorgehens ist die Vernetzungstechnologie EEBus.

„Mit dem neuen Prüfverfahren erhält der Verbraucher zusätzlich eine Orientierungshilfe, dass unterschiedliche Produkte in seinem Haushalt konform zueinander funktionieren,“ erläuterte Michael Jungnitsch, Vorsitzender der Geschäftsführung des VDE Prüf- und Zertifizierungsinstituts. Das sei eine wichtige Voraussetzung, um das Thema Konnektivität für den Massenmarkt fit zu machen.

Nur so können Anwendungen umgesetzt und genutzt  werden, ohne dass private Nutzer alle Geräte von einem Hersteller kaufen müssen. Beispielsweise macht ein Alarm auf dem Handy darauf aufmerksam, dass ein Kochfeld beim Abschließen der Haustür noch an ist. Betätigt wird der Aus-Knopf von unterwegs, mit Hilfe von Smartphone oder Tablet. Ebenfalls muss man nie wieder dank Vernetzung ein halbes Dutzend Zeitschaltuhren für Heizung, Licht oder Jalousien programmieren. Die Änderung einer einzigen Einstellung lenkt das ganze Haus. Auch muss man sich keine Gedanken machen, ob es gerade günstig ist, Strom zu verbrauchen. Das können die Geräte untereinander viel besser – und flexibler.

Diese Anwendungen werden immer leichter umsetzbar. Denn es entwickelt sich das „Internet der Dinge“ („The Internet of Things“). Geräte werden ganz selbstverständlich mit Online-Funktionen versehen, die Zahl der Internet-Anschlüsse auf der Welt wird sich bereits 2020 von jetzt rund 7 Milliarden verzehnfachen, auf voraussichtlich 50 bis 70 Milliarden. „Wo früher eine Vielzahl technischer Insel-Lösungen und unterschiedlichste Technologien vorherrschten, wird es künftig übergreifende Lösungen mit einer allgemeinen und intelligente Vernetzung geben“, betont Peter Kellendonk, Vorsitzender der EEBus Initiative: „Für den erfolgreichen Übergang in dieses Technologie 4.0-Zeitalter müssen auch Maschinen und elektronische Geräte, die bereits seit Jahren auf dem Markt etabliert sind, einbezogen werden“. Möglich sei das etwa durch Funkübertragung.

Eine ausreichende Marktdurchdringung erreicht der EEBus-Ansatz über die EEBus Initiative. Dieser gehören inzwischen nahezu 50 Unternehmen an.

Quelle: EEBus Initiative

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